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Gesetzliche Neuregelungen im September 2019

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Abgelehnte Asylbewerber, die Deutschland verlassen müssen, haben es in Zukunft schwerer, ihre eigene Abschiebung zu verhindern. Bei Bankgeschäften gelten europaweit neue Sicherheitsbestimmungen. Diese und weitere Neuregelungen treten zum September 2019 in Kraft.

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VerwaltungsNews

19.11.2019

Erwerbstätigkeit im 3. Quartal 2019: Höchster Stand seit der Wiedervereinigung

Im 3. Quartal 2019 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland mit 45,4 Millionen ihren höchsten Stand nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Erwerbstätigenzahl infolge der bereits einsetzenden Herbstbelebung am Arbeitsmarkt im Vergleich zum 3. Quartal 2018 um 356.000 Personen oder 0,8 %. Obwohl sich der Beschäftigungszuwachs weiter fortsetzte, schwächte sich seine Dynamik im Laufe des Jahres 2019 ab. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum hatte im 1. Quartal 2019 noch 1,1 % und im 2. Quartal 2019 dann 1,0 % betragen.

Gegenüber dem 2. Quartal 2019 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 151.000 Personen (+0,3 %) und entwickelte sich somit schwächer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre in einem 3. Quartal (+255.000 Personen). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Erwerbstätigkeit im 3. Quartal 2019 gegenüber dem Vorquartal noch um 37.000 Personen (+0,1 %) zu.

Stabiler Anstieg der Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Immer mehr Menschen nehmen eine abhängige Tätigkeit auf. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhöhte sich im 3. Quartal 2019 im Vergleich zum 3. Quartal 2018 um 427.000 (+1,0 %) auf 41,22 Millionen Personen. Diese Entwicklung basiert auf einer anhaltend steigenden Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Rückläufig entwickelte sich hingegen die Anzahl der Beschäftigten mit ausschließlich marginalen Tätigkeiten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten). Auch der Rückgang von selbstständiger Tätigkeit setzte sich fort: Im 3. Quartal 2019 sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 71.000 Personen (-1,7 %) auf 4,15 Millionen.

Dienstleistungen erneut mit höchsten Zuwächsen

Zum Anstieg der Gesamterwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal trugen im 3. Quartal 2019 wie bereits in den Vorquartalen überwiegend die Dienstleistungsbereiche bei. Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne hatten die Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +201 000 Personen (+1,8 %), gefolgt vom Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +54.000 Personen (+0,5 %) sowie dem Bereich Information und Kommunikation mit +49.000 Personen (+3,7 %). Dagegen setzte sich der Abwärtstrend bei den Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften gehört, weiter fort (-38.000 Personen; -0,6 %). Auch bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern sank die Zahl der Erwerbstätigen erneut (-10.000 Personen; -0,9 %). Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stieg die Zahl der Erwerbstätigen im 3. Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr um 36.000 Personen (+0,4 %) und im Baugewerbe um 35.000 Personen (+1,4 %). Dagegen sank in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei die Zahl der Erwerbstätigen um 12.000 Personen (-1,9 %).

Arbeitsvolumen steigt um 0,9 %

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen erhöhte sich nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 3. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,1 % auf 353,9 Stunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - stieg im gleichen Zeitraum um 0,9 % auf 16,1 Milliarden Stunden.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 442 vom 18.11.2019