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  • Verwaltungspraxis - Ordnungsrecht

    Verwaltungspraxis - Ordnungsrecht

    Die breit gefächerte Bibliothek für Ordnungsbehörden.

    Dieses Fachmodul können Sie zu Ihrer Verwaltungspraxis hinzubuchen oder einzeln erwerben. Es stehen Ihnen dann neben den bewährten ordnungsrechtlichen Verwaltungspraxis-Inhalten auch bekannte Klassiker des Ordnungsrechts aus Kommentar- und Fachliteratur zur Verfügung. 

     

     

     

     

     

     

     

Rechtsprechungsübersicht

Aktuelles zum Gewerberecht

Rechtsprechungsübersicht erstellt von Sabine Weidtmann-Neuer

Nach § 35 GewO darf die zuständige Behörde eine Gewerbeuntersagung aussprechen, wenn Tatsachen vorliegen, die auf eine gewerberechtliche Unzuverlässigkeit annehmen lassen. Für diesen unbestimmten Rechtsbegriff der gewerberechtlichen Zuverlässigkeit liegt umfangreiche Rechtsprechung und Literatur vor. Das Oberverwaltungsgericht Münster, Beschluss vom 09.03.2017 – 4 B 1334/16 –, hat im Eilverfahren in einem (ganz typischen) Fall von Steuerschulden über 15 000 € auch über die Rechtmäßigkeit der Untersagungsverfügung und deshalb über die gewerberechtliche Unzuverlässigkeit zu befinden.

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VerwaltungsNews

09.08.2017

Entschädigungsanspruch gegen den Dienstherren als Arbeitgeber wegen altersdiskriminierender Besoldung

Die §§ 27 und 28 BBesG a.F. begründen eine nicht gerechtfertigte unmittelbare Diskriminierung aufgrund des Lebensalters im Sinne des Art. 2 Abs. 2 RL 2000/78/EG. Denn das Grundgehalt, das zwei gleichzeitig ernannte Beamte mit der gleichen oder einer vergleichbaren Berufserfahrung, aber unterschiedlichem Lebensalter erhalten, unterscheidet sich allein aufgrund ihres Lebensalters zum Zeitpunkt ihrer Ernennung, ohne dass diese Ungleichbehandlung nach Art. 6 Abs. 1 RL 2000/78/EG gerechtfertigt ist. Die nicht gerechtfertigte Altersdiskriminierung begründet grundsätzlich zwei Ansprüche, die sich im Bereich der Länder abhängig vom Dienstherrn des Beamten gegen dieselbe Körperschaft (unmittelbare Landesbeamte) oder gegen verschiedene Körperschaften (mittelbare Landesbeamte) richten: zum einen Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gegen den Arbeitgeber, die an die Anwendung der unionsrechtswidrigen §§ 27 und 28 BBesG a.F. anknüpfen, und zum anderen den unionsrechtlichen Haftungsanspruch, der das Unterbleiben der Anpassung der besoldungsrechtlichen Regelungen an die Vorgaben der RL 2000/78/EG durch den hierfür zuständigen Gesetzgeber sanktioniert.

Urteil des BVerwG vom 06.04.2017, Az.: 2 C 11/16