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Personallage in den Rathäusern verschärft sich

© Gina Sanders - Fotolia.com

Angesichts zunehmender Aufgaben wird sich der Arbeitskräftebedarf in den Kommunen in den nächsten Jahren verschärfen. Der DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg wies bereits darauf hin, dass schon heute in bestimmten Bereichen des öffentlichen Dienstes Fachkräften fehle. Er forderte eine Personaloffensive, um insbesondere junge Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu interessieren. Zudem könnten mit „weichen Faktoren" wie z. B. einer guten Kinderbetreuung und vergünstigtem Wohnraum um Personal geworben werden. Landsberg sprach sich dafür aus, auch verstärkt junge Zuwanderer anzusprechen. Mit Blick auf die gesteigerten Anforderungen an die Verwaltung seien zudem neue Berufsbilder wie „Kommunikationsmanager in der öffentlichen Verwaltung“ erforderlich.

Schon heute zeichnet sich ab, dass zum Beispiel in den Bereichen der Lebensmittelkontrolleure und in den Gesundheitsämtern nicht ausreichendes Fachpersonal vorhanden ist. In anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Kinderbetreuung haben die Kommunen enorme Anstrengungen unternommen Erzieherinnen und Erzieher einzustellen. Gleichwohl gibt es hier einen Bedarf aufgrund zusätzlicher Qualitätsansprüche, was insbesondere das Verhältnis von Kindern zu Erzieherin pro Gruppe betrifft.

Notwendig ist eine Personaloffensive, um insbesondere junge Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu interessieren. In den nächsten 15 Jahren werden bei den Kommunen altersbedingt über die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausscheiden.

Keine Branche in Deutschland beschäftigt so wenig junge Leute unter 30 Jahren wie die öffentliche Verwaltung. Nach den weiterführenden Schulen hat sie prozentual auch die ältesten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Fachkräftemangel auch in der Wirtschaft wird zu einem verschärften Wettbewerb zwischen Unternehmen und Verwaltung führen, insbesondere angesichts begrenzter Vergütungsmöglichkeiten der Verwaltung. In der Personalentwicklung müssen die Kommunen daher andere weiche Faktoren wie gute Kinderbetreuung, Arbeitseinsatz am Ort, vergünstigten Wohnraum usw. bei der Mitarbeitergewinnung ins Spiel bringen. Angesprochen werden müssen in Zukunft auch verstärkt junge Zuwanderer. Das ist auch eine Chance für die Verwaltung selbst.

Neue Dialogprozesse insbesondere mit den Bürgerinnen und Bürger setzen qualifiziertes Personal voraus. Neue Berufsbilder wie „Kommunikationsmanager in der öffentlichen Verwaltung“ sind notwendig und sollten deshalb entwickelt werden. Das ist auch eine Chance gerade für junge Leute, die vor dem Hintergrund der Digitalisierung anders kommunizieren und bei der Einstellung eine moderne Verwaltung erwarten.

Quelle: Pressemitteilung des DStGB vom 06.01.2015