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Bundesregierung: Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erfolgreich angelaufen

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Deutschland braucht Fachkräfte. Um den Bedarf zu decken, hat die Bundesregierung die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Jahr 2012 vereinfacht. Der erste Bericht zum Anerkennungsgesetz gibt einen Überblick über das bereits Erreichte und darüber, was noch zu tun ist:

Von April bis Ende 2012 haben insgesamt 11.000 ausländische Fachkräfte den Antrag auf ein Anerkennungsverfahren gestellt. Davon haben die zuständigen Stellen rund 7.500 ausländische Berufsabschlüsse als gleichwertig anerkannt. Die Mehrzahl der ausländischen Abschlüsse wurde also akzeptiert.

Das betraf allein mehr als 5.000 dringend benötigte Ärzte und Ärztinnen, rund 1.500 Gesundheits- und Krankenpfleger und fast 350 Zahnärzte. Engpässe, die in Deutschland in den Gesundheitsberufen in erheblichem Ausmaß vorhandenen sind, konnten dadurch bereits reduziert werden. Die meisten Antragsteller kamen aus Rumänien, der Russischen Föderation, Polen und Österreich.

Die leichtere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse macht Deutschland für ausländische Fachkräfte attraktiver. Zwar gehört Deutschland heute zu den Ländern mit den geringsten Hürden für die Zuwanderung hoch qualifizierter Arbeitskräfte, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), trotzdem kommen noch viel zu wenig Fachkräfte hierher.

Die Anerkennungsverfahren bringen den Betrieben Vorteile bei der Personalgewinnung und - entwicklung. Das Bundesbildungsministerium und die Sozialpartner werden daher die Betriebe zukünftig noch stärker informieren und sensibilisieren.

Bereits heute sind viele Unternehmen, Handwerksbetriebe, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Der demografische Wandel wird sich in Zukunft aber noch stärker auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen. Bis 2025 werden über 6 Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen, wenn sich die Situation nicht ändert. Das Anerkennungsgesetz ist daher Teil des Fachkräftekonzepts der Bundesregierung. Deutschland braucht als weltoffenes Land qualifizierte Zuwanderinnen und  Zuwanderer. 

Der Bericht zeigt auch auf, was noch getan werden muss, um mehr Abschlüssen anerkennen zu können. So wird deutlich, dass mehr bundeseinheitliche Fach- und Sprachlehrgänge entwickelt werden müssen. Die Bundesregierung wird dies fördern.

Die passenden Zusatzqualifikationen können wesentliche Unterschiede zwischen ausländischen und deutschen Berufsqualifikationen ausgleichen. Vor allem bei nicht-europäische Zuwanderern gibt es oft wesentliche Qualifikationsunterschiede zwischen ausländischen und deutschen Berufsabschlüssen. Zudem gibt es vor allem für nichtakademische Heilberufe zu wenige Angebote.

Auch Sprachlehrgänge spielen weiterhin eine große Rolle, um die berufliche Anerkennung zu erleichtern. Geringere sprachliche Hürden werden es auch Arbeitgebern erleichtern, sich mehr um ausländische Fachkräfte zu bemühen.